Am vergangenen Samstag, den 13. März, hatten Alex und ich das Glück, kurzfristig an Karten für das Spiel des FC Bayern gegen den SC Freiburg zu kommen.
Wir reisten mit dem Bus des Bayern-Fanclubs “Baar-Bazis” nach München und sahen das Spiel von der Südkurve aus. Besonders SC-Fan Alex war sehr gespannt, wie ihn die eingefleischten FCB-Fans empfangen. Doch es war eine sehr nette Atmosphäre und selbst in der Fankurve kamen keine Aggressionen auf. Allerdings gab sich Alex dort auch Mühe, nicht als Freiburg-Sympathisant erkannt zu werden.
Für uns boten die Stehplätze in der Südkurve eine total neue Perspektive auf den Rasen der AllianzArena. Denn zuvor hatten wir immer entweder auf der Ost- oder Westtribüne — also parallel zum Spielfeld – gesessen. Somit waren wir sehr gespannt, wie Sicht und Stimmung auf unserem Platz sein würden. Glücklicherweise wurden wir von beidem positiv überrascht. Zwar konnten wir in der ersten Halbzeit nicht wirklich gut sehen, wie die Bayern-Offensive agierte, aber da diese bis zur 65. Spielminute kaum stattfand, war das zu verkraften.
Dafür konnten wir den Sturmlauf des FCB in der letzten knappen halben Stunde der Partie aus nächster Nähe betrachten. Besonders eindrucksvoll waren natürlich die Aktionen von Arjen Robben und die darauf folgenden Sprechchöre. Die letzten 25 Minuten des Spiels, in denen praktisch nur Bayern am Ball war, entschädigten schon Fast für die gute Stunde, in der die Hausherren ohne Elan spielten und kein Mittel gegen den gut stehenden Gast aus Freiburg fanden. Die Aufholjagd war spannend und endlich zeigte der FC den attraktiven Fußball, den wir uns erhofft hatten.
Freiburg war nach rund einer halben Stunde nach einem schönen Spielzug durch einen Schuss von Makiadi, der direkt unter der Latte einschlug, in Führung gegangen. Erst spät, nach einer dreiviertel Stunde Zittern, erlöste Robben die Bayern-Fans in der 76. Minute mit dem Ausgleich. Das hob die Stimmung noch einmal an und die Kurven trieben ihre Mannschaft weiter nach vorne. Freiburg hatte nichts mehr entgegenzusetzen und so konnte Müller in der 82. Minute nur durch ein Foul gestoppt werden. Die Folge: Elfmeter. Wieder legte sich Robben den Ball zurecht und hämmerte ihn mit 125 km/h in die Maschen.
Das Spiel war gedreht. Die Fans, welche die Mannschaft zur Halbzeitpause noch wütend ausgepfiffen hatten, waren glücklich, wenn auch nicht zufrieden. Die Bayern waren zurück an der Tabellenspitze. Schade ist das Ergebnis für den SC Freiburg, der im Abstiegskampf wichtige Punkte verloren hat. Dennoch macht der Auftritt der Badener in der AllianzArena Hoffnung darauf, dass der Sportclub in der Endphase der Saison noch den ein oder andern Dreier einfährt.